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O2 beendet nationales Roaming über T-Mobile

23. November 2009 • Kategorie: Mobilfunk, O2, UMTS

O2 kündigt nationales Roaming über T-Mobile und will ab nächstem Jahr nur noch das eigene Handynetz nutzen.

O2 beendet nationales Roaming über T-Mobile
O2 beendet Roaming über T-Mobile
O2 gilt zwar als Netzbetreiber, doch da das eigene Handynetz bisher nicht ausreichend ausgebaut war, nutzte die Telefónica-Tochter in einem nationalen Roaming-Verfahren auch das Netz des Konkurrenten T-Mobile. Nachdem dieser Schritt in der Vergangenheit bereits angekündigt wurde, hat O2 nun ernst gemacht und den Roaming-Vertrag mit T-Mobile zum Ende des Jahres gekündigt. Ab Januar 2010 stehen O2-Kunden somit nur noch die O2-eigenen Sendemasten zur Verfügung.

Laut O2 sei der Netzausbau mittlerweile soweit fortgeschritten, dass das Roaming über T-Mobile nicht mehr nötig sei. Bereits jetzt würden nur noch etwa ein Prozent der Telefonate über Sendemasten von T-Mobile geleitet und auch diese könnten ab Januar nächsten Jahres direkt über O2 laufen. In den letzten Jahren seien 3,5 Millionen Euro in den Netzausbau geflossen und davon der überwiegende Teil in den Mobilfunk. Ende 2009 soll so eine annähernd flächendeckende Versorgung im gesamten Bundesgebiet gewährleistet sein.

Und nicht nur der Bereich GSM, also die Übertragung von Telefonaten, SMS und Daten per GPRS und EDGE, sondern auch schnelle Datenübertragungen via UMTS sollen dann flächendeckend über das O2-Mobilfunknetz möglich sein. Selbst in ländlichen Regionen, in denen O2 bisher noch auf das Roaming über T-Mobile-Masten angewiesen war, soll dann eine ausreichende Abdeckung vorhanden sein.

Lag der Münchener Mobilfunk-Anbieter noch im Jahr 2006 in Punkto Netzausbau weit hinter der Konkurrenz und konnte ohne fremde Hilfe kein deutschlandweites Angebot bereitstellen, ist der Ausbau mittlerweile weit vorangeschritten. UMTS mit HSDPA und Übertragungsraten von sogar bis zu 7,2 Mbit/s stehen heute in vielen Regionen Deutschlands zur Verfügung, selbst wenn der Anbieter selber bisher nur mit Raten von bis zu 3,6 Mbit/s wirbt. In Regionen, in denen bisher kein UMTS verfügbar ist, setzt O2 den GPTS-Beschleuniger EDGE ein um ein schnellere Internetverbindung bieten zu können. Lücken im Netz, die bei Kunden für Unmut sorgten, gehören heute der Vergangenheit an.

In München wurde kürzlich sogar ein erster Testbetrieb aufgenommen, in denen O2-Kunden das mobile Internet über die neue HSPA+ genannte Technik mit Übertragungsraten von bis zu 28 Mbit/s nutzen können. Damit bietet O2 zumindest in einer Stadt sogar schnellere Übertragungen als alle Konkurrenten an. HSPA+ soll im nächsten Jahr schrittweise in immer mehr deutschen Städten angeboten werden.

Autor: Alexander Bertram

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