O2: Skype und Voice-over-IP ab sofort erlaubt *Update*
17. August 2009 • Kategorie: O2Ab sofort ist die Nutzung von Voice-over-IP, also Telefonate über das Internet mittels Anbietern wie Skype, im Handynetz von O2 offiziell erlaubt. Bereits vor vier Wochen kündigte der Netzbetreiber diesen Schritt an, nun ist er Wirklichkeit.
Beim Voice-over-IP fallen keine Minutenpreise an, nur die Datennutzung und ggf. der externe Dienst müssen bezahlt werden. Auf diese Weise lassen sich mitunter erheblich die Kosten drücken. Neben Skype betrifft dies auch alle anderen Anbieter, welche auf das ISP-Protokoll setzen.
Technisch unterdrückt wurde diese Variante des Telefonierens bei O2 auch vorher nicht, allerdings wurde die Nutzung solcher Dienste in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich untersagt. Während sich die anderen deutschen Netzbetreiber bei diesem Thema noch schwer tun, ist O2 damit der einzige, der Voice-over-IP explizit erlaubt.

Skype und Voice-over-IP bei O2Wer über den O2 o Tarif, sei es als Prepaid- oder auch Vertrags-Kunde, zahlt für das mobile Internet 9 Cent pro Minute, dieser Preis gilt auch bei einer Nutzung von Internettelefonie. Im Vergleich zu den sonst fälligen 15 Cent pro Minute, ergibt sich hieraus bereits eine deutliche Ersparnis. Zusätzlich bietet O2 jedoch noch verschiedene Zusatzpacks, welche die Kosten, bei intensiver Nutzung noch weiter senken können.
So gibt es für 3,50 Euro pro Tag die Internet Dayflat. Hier werden nur an jenen Tagen 3,50 Euro berechnet, an denen man das mobile Internet auch nutzt. Steht an einem Tag ein langes Telefonat an, so kann sich eine solche Buchung durchaus lohnen. Man sollte aber nicht vergessen die Option danach wieder zu deaktivieren, da sonst an jedem Tag, an dem auch wenn auch nur kurz auf das Internet zugreift, 3,50 Euro berechnet werden.
Interessanter sind aber die Optionen Internet-Pack-M und Internet-Pack-L. Bei beiden Optionen kann zum Festpreis den ganzen Monat lang kostenlos im Internet gesurft oder eben auch Voice-Over-IP genutzt werden. Beim billigeren M-Paket für 10,00 Euro pro Monat erfolgt jedoch bereits ab einem monatlichen Transfervolumen von 200 MB eine Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit auf GPRS-Niveau. Beim L-Paket für 25,00 Euro pro Monat erfolgt diese Drosselung erst bei 5 GB übertragenen Daten.
Diese Freigabe von Skype und anderen ISP-Diensten gilt zunächst jedoch nur für O2 selbst, andere Prepaid Anbieter und Discounter sind davon bisher nicht betroffen. Hier bleibt abzuwarten wer sich dieser Freigabe noch anschließen wird.
T-Mobile und Vodafone haben übrigens bereits angekündigt kostenpflichtige Optionen anzubieten, mit denen dann Internettelefonie möglich sein soll. Wann dies kommen wird und zu welchem Preis, ist bisher noch völlig offen. Im Falle T-Mobile wird mit einem monatlichen Preis zwischen 9,95 Euro und 14,95 Euro gerechnet. Für E-Plus ist Voice-Over-IP noch kein Thema, dort gibt es bisher keine Pläne Skype und andere Dienste im eigenen Handynetz zuzulassen.
Update: Unsere Nachfrage bei Fonic, dem hauseigenen Prepaid Discounter von O2, hat ergeben, dass auch bei Fonic ab heute VoIP gestattet ist. Fonic berechnet für Datenübertragungen 24 Cent pro Megabyte und bietet eine optionale Tagesflatrate für 2,50 Euro pro Kalendertag.
Autor: Alexander Bertram
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